-
-
Nach der Teilung Polen-Litauens und nach dem Wiener Kongress gehörte das weissrussische Gebiet vollständig dem Russischen Reich
-
Revolutionen im Russischen Reich führten zu weissrussischen Nationalbewegungen bis zum Ersten Weltkrieg
-
Der Osten Weissrusslands wurde von Polen besetzt, der Westen von der Sowjetunion.
-
Im Zweiten Weltkrieg wurden bis zu 1.6 Millionen Menschen aus Weissrussland von der deutschen Besatzung getötet.
-
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Weissrussland wieder zu einem Teil der Sowjetunion. Dies nennt man "Russifizierung".
-
Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk von Tschernobyl zum bisher schwersten Unfall in der Geschichte der Kernenergie. Zwei Explosionen zerstörten einen der vier Reaktorblöcke und schleuderten radioaktives Material in die Atmosphäre, das weite Teile Russlands, Weißrusslands und der Ukraine verseuchte. Die radioaktive Wolke zog bis nach Mitteleuropa und zum Nordkap.
-
Nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 und unter dem Vorsitzenden des Obersten Rates der Republik Belarus, Stanislau Schuschkewitsch, wurde Belarus unabhängig.
-
Bei der allerersten Präsidentenwahl gewann überraschend deutlich der Parlamentarier Alexander Lukaschenko, der bis heute das Land regiert.
-
Im Parlament gab es Machtkämpfe. Durch Manipulationen und Verfahrensverstösse wurde der Präsident Lukaschenko immer mächtiger und er setzte ein neues Parlament ein. Dann wurde die Regierung zu einem autoritären Präsidialsystem und begann, die demokratischen Bürgerrechte der Bevölkerung einzuschränken. Politisch und wirtschaftlich orientierte sich Belarus an Russland.
-
Ab 2006 gab es von Seiten der EU und den USA Sanktionen gegenüber Belarus.
-
Nach der Präsidentschaftswahl 2010, in der wieder Alexander Lukaschenko gewann, gab es erste Massendemonstrationen in Minsk (Hauptstadt von Belarus). Diese wurden gewaltsam niedergeschlagen.
-
Erst bei der Wahl 2016 durften wieder zwei Kandidatinnen der Opposition ins Parlament einziehen. Dennoch gewann wieder Lukaschenko die Wahl.